Ans kaspische Meer

Die heutige Etappe führt uns aus dem Nordwesten Kasachstans bis an das Kaspische Meer. 450 km geht es fast ausschließlich geradeaus. Als wir tanken, hält ein Auto mit Aserbaidschanischem Kennzeichen neben uns an. Der Fahrer fragt, ob es hier nach Belgrad geht. Hat er wirklich Belgrad gesagt? Das ist ja so wie wenn man mich in München auf der A9 fragt, ob es hier zum Nordkap geht.

Am Spätnachmittag feiern wir unser 20.000 km Jubiläum. Das Foto dazu soll etwas Besonderes sein und wir probieren mehrere Posen aus. In die Luft springen und mit Timer das Foto auslösen ist eine fiese Kombination. Wir hüpfen entweder zu spät oder zu früh oder nicht synchron. Es dauert über eine Stunde, bis wir ein vernünftiges Foto haben. Weil die Outtakes so lustig sind, lade ich davon auch ein paar hoch.

Wir erreichen abends Atyrau, checken im Hotel ein und überlegen uns beim Abendessen das Ziel für morgen. Ich denke, wir fahren auf dem schnellsten Weg durch Russland. Hier gibt’s nix Besonderes. Ich will nach Georgien! Roland meint, er hat da eine interessante Gegend am Kaspischen Meer entdeckt, mit ganz vielen Flüssen. Dort könnten wir unseren ersten Stopp machen. Nach kurzer Recherche stellen wir fest: Die „interessante Gegend“ ist das Wolga Delta. Da müssen wir auf jeden Fall hin!

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