Einreise nach Albanien / zwei Tage am Meer

In der Nähe von Konitsa könnte man auch nach Albanien einreisen, wir möchten aber gern die sagenhafte Bergstrecke von gestern zu Ende fahren. Nach einer einstündigen, wilden Kurvenjagd überqueren wir bei Kakavija die Grenze. Und in Albanien geht’s genauso weiter: Kurve links, Kurve rechts. Wir fahren nicht einen Meter geradeaus. Als man in Albanien Straßen gebaut hat, waren alle geraden Stücke dieser Welt bereits vergeben, vermute ich.

Albanien ist unter Motorradreisenden und Pauschaltouristen schon länger kein Geheimtipp mehr. An der Küste findet man eine Vielzahl von Hotels, Restaurants und Bars. Es gibt Sand und Kiesstrände, die wunderbar sauber sind und auch das Meer ist klar. Ich kann mir gut vorstellen, dass es im August hier proppevoll ist, aber da die Sommer-Ferienzeit glücklicherweise vorbei ist, wirkt alles etwas eingeschlafen.

Wir fahren weiter bis Himarä, einem kleinen Küstenort, wo wir uns in der Pension „Billy“ ein Zimmer nehmen. Zu der Pension gehört ein kleines Restaurant und bevor wir uns ins Meer stürzen, essen wir Pasta. Das erste Mal Pasta Napoli, die ich nicht über dem Benzinkocher selbst zubereitet habe. Was für ein Luxus und es schmeckt großartig. Da wir in der Pension außerdem unsere gesamte Schmutzwäsche waschen lassen können, beschließen wir, zwei Nächte hier zu bleiben.

Den nächsten Tag verbringen wir zuerst am Strand, wo Roland den Albaner Armand kennenlernt, der hauptsächlich Fahrrad- aber auch Motorradtouren organisiert. Er möchte uns heute Abend ein paar Routentipps geben und Roland verabredet sich mit ihm in seinem Hotel. Vorher mieten wir uns ein Kanu am Strand und rudern die Küste ab. Zwei Segelboote, Typ Weltumsegler, liegen an Bojen, zwei Jugendliche auf einem Jetski fahren hin und her, ansonsten ist hier nix los. Ein ruhiges und entspanntes Albanien.

Als Roland abends von seinem Treffen mit dem Tourguide Armand zurückkommt, strahlt er bis über beide Ohren. Wahnsinn, ich hab eine Tour für die nächsten drei Tage, die haut dich um, sagt er. Von Albanien, nach Mazedonien, wieder zurück nach Albanien bis Montenegro. Pässe, Offroad, Fjorde und Fähre. Alles dabei. Das wird großartig!

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